Aschendorff und Friedensschule kooperieren

Die Unternehmensgruppe Aschendorff in Münster unterstützt die Schülerinnen und Schüler der Friedensschule Münster künftig bei der Berufsorientierung. Vertreter von Unternehmen und Schule unterzeichneten gestern (12. März) den Kooperationsvertrag. Die Zusammenarbeit ist eingebunden in das Projekt "Partnerschaft Schule - Betrieb" der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen.

Die Unternehmensgruppe Aschendorff ist der führende Anbieter von Medien in Münster und der Region. Kernkompetenz und Ursprung des traditionsreichen Unternehmens ist das gedruckte Wort. Mit den Titeln der Zeitungsgruppe Münster (u.a. Westfälische Nachrichten) verfügt Aschendorff über die auflagenstärksten Tageszeitungen und die reichweitenstärksten Nachrichtenportale der Region. Das größte Medienhaus im Münsterland ist das 62. Unternehmen in Münster, das eine Kooperation eingegangen ist.

Für die Friedensschule Münster ist es die dritte Partnerschaft in der IHK-Initiative. Ulrich Bertram, Schulleiter der Friedensschule, sieht die Kooperation mit dem Aschendorff-Verlag als weiteren wichtigen Baustein zur Berufsorientierung. Sie eröffne Perspektiven, den Schülerinnen und Schülern Tätigkeitsfelder in einem großen Unternehmen mit dem Schwerpunkt Medien nahe zu bringen.

"Ziel ist, Schülern die Arbeitswelt so zu zeigen, wie sie ist - mit ihren Möglichkeiten und auch ihren Anforderungen", erklärt IHK-Projektmitarbeiterin Inna Gabler. Viele Jugendliche hätten nur ungenaue Vorstellungen von den Karrierechancen im dualen Ausbildungssystem und setzten darum vorschnell ihre Schulkarriere fort, obwohl ihnen eine Berufsausbildung ausgezeichnete Aussichten biete.

Bei einem Berufsorientierungstag berichten die Ausbildenden des Unternehmens von ihren Erfahrungen in der Ausbildung. Im Bewerbungstraining lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sie Anschreiben verfassen und im Vorstellungsgespräch punkten. Bei "Partnerschaft Schule-Betrieb" geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Gabler: "Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis auf dem ersten Blick etwas anderes sagt."

Guido Brinkmann, Ausbildungskoordinator bei der Unternehmensgruppe Aschendorff, unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: "Als größtes lokales Medienunternehmen ist für uns selbstverständlich, frühzeitig motivierte Jugendliche aus der Region anzusprechen und an das Unternehmen heranzuführen. Junge Talente zu entdecken und zu fördern gehört zu unserem verantwortungsvollen und nachhaltigen Ausbildungskonzept."

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