Verabschiedungen im Kalenderjahr 2016

Zum Schuljahresende

10 Kollegen und Kolleginnen verlassen die Friedensschule!- Die FSM ist unterwegs:

Who wants to go ashore? - They`ll face it all!

Dies war kein Nachmittag wie jeder andere. Zum einen standen die Sommerferien unmittelbar bevor und zum anderen sollten die Friedensschulkollegen, die Mitarbeiter der Verwaltung, die Schüler und die Ehemaligen 10 Kolleginnen und Kollegen verabschieden. Und das fiel schwer!

Lisa Käsling hatte das vergangene Jahr als sog. BUFDI an der Schule im Team der Sozialarbeit verbracht, den Freizeitbereich mitgestaltet und laufende Unterrichtsprozesse begleitet. Sie wird im Herbst ein Studium aufnehmen. Alles Gute!

Heike Flockert war als Förderlehrkraft für den Schwerpunkt Hören an die Schule gekommen, hat betroffene Schülerinnen und Schüler wie auch gesamte Klassen unterstützt und optimal gecoacht. Auf Heike Flockert warten Schulleitungsaufgaben. Dafür wünschen wir ihr viel Kraft, Herz und Kreativität.

Monika Merschbrock vom Overberg-Kolleg konnte kurzfristig einspringen und beendet nun ihr erfolgreiches FSM-Gastspiel!

Christian Schwetzel arbeitete als Geschichts- und Religionskollege effektiv, geräuschlos und flexibel mit, lobte Ulrich Bertram in seiner Ansprache. Der Kollege wird zukünftig im Raum Aachen tätig werden.

Kai Koch, Musiker und Chemiker, kam zum Referendariat an die Friedensschule und blieb dann für 2 weitere Jahre, konzertierte mit Chören, Bands sowie den Musikklassen und eroberte so die Herzen der Schüler und Lehrer. Sein Talent, Menschen für Musik zu begeistern, hebt der Schulleiter ausdrücklich hervor. Doch auch die Chemiefachschaft reißt sich angesichts des baldigen persönlichen Verlusts zusammen, will Haltung wahren und versucht mit einer Kompetenzabfrage zum heiklen Thema Aquarium den Kandidaten doch noch zum Bleiben zu bewegen. Aber gegen eine Ehefrau ist sogar die Friedensschule chancenlos. Herr Koch wohnt und arbeitet bereits im Süden Deutschlands als Lehrer und an seiner Dissertation.

Jana Kutschfreund ist seit 2 Jahren als Englisch- und Sportkollegin an der FSM. Ihr Strahlen, ihr Lächeln, ihre Energie wird jeder wahrnehmen, der sie trifft. Darum können wir ihren Weggang auch nur schweren Herzens akzeptieren, vielleicht ein bisschen verstehen, mittragen können wir ihn nicht. Frau Kutschfreund war als SV-Lehrerin tätig und sie hat die Werbetrommel gerührt dafür, dass die Friedensschule einen Schulhund bekommt. Hier gibt es noch widerstrebende Kräfte, dennoch wurden - so hört man - passionierte Hundefreunde in Position gebracht. Viel Erfolg und alles Gute wünschen wir in der Heimat, in der das Herz bekanntlich schlägt, im Sauerland.

Und nun wird es so richtig schwierig. Denn alle Kolleginnen und Kollegen, die jetzt "dran" sind, waren 40 Jahre im Dienst, größtenteils an der FSM. Und damit gehören sie zu den etablierten Kräften, also zu den Säulen unserer Friedensschule. Noch können wir uns nicht vorstellen, wie diese Schule einmal ohne PAN, GRA, SIR und HEN aussehen wird, aber spätestens in 6 Wochen werden wir die grausame Realität zur Kenntnis nehmen (müssen). Und genau dann werden wir uns an einen Gedanken erinnern, den die beiden Schülersprecher Ines und Oskar tröstend angefügt haben: Eine Tür schließt und eine andere öffnet sich.

Martin Paning, Lebensfreund und Genießer, in diesem Punkt waren die Redner sich einig, unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Kunst. Bevor er vor 39 Jahren an die noch in den Kinderschuhen steckende Friedensschule kam, lebte und unterrichtete er in Berlin-Kreuzberg. Die pädagogische Großstadterfahrung war es möglicherweise, die seine Gradlinigkeit und Klarheit als Tutor stählte. Aber der Kollege ist doch eigentlich ein literarischer Feingeist, der schreibt, Bücher künstlerisch gestaltet und mit Schülerinnen und Schülern großformatige Bilder produziert, die nun unsere Aula zieren. Martin Paning hat die Kooperation mit dem Theater der Stadt Münster aktiv ausgestaltet und die Begeisterung für Tanz und Theater (also für das wirklich sehr günstige Theaterjugendringangebot) geweckt. Und so konnte der erfahrene Pädagoge nur mit einem literarischen Text abtreten, der feinsinnig und humorig daherkam, im Vortrag seine Wirkung vortrefflich entfaltete, gerade weil der Versprecher: "Hier [FSM, Anm. d. Verf.] zu lieben, äh leben…", vielleicht gar keiner war? Wir wissen es nicht und werden es auch nicht herausfinden. 

Tasso Schwirz ist als Lehrer für Französisch und Englisch an der Friedensschule tätig, seit er aus dem deutschen Auslandsschuldienst von der Station Peking zurückgekehrt ist. Peking ab 1988, das war eine andere Welt, aufregend und exotisch, in die das Ehepaar - Gattin Petra hat ihn begleitet - gemeinsam eingetaucht ist. An der Friedensschule habe Tasso Schwirz, so der Schulleiter, mit fachlicher Klarheit und starker Persönlichkeit gewirkt und überzeugt, vor allem aber ist bei dieser Fächerkombination die Korrekturbelastung nicht zu unterschätzen. Dieser zeitaufwändigen Aufgabe habe sich Tasso, so die Englischkollegen, absolut vorbildlich und bis zuletzt mit genauem Blick gestellt. Somit lag es nicht fern, diesen akkurat arbeitenden Kollegen mit der Praktikantenbetreuung zu betrauen, die der Schulleiter bei ihm "in guten Händen" wusste.  Tasso, wir wünschen dir für diesen neuen Lebensabschnitt Gottes Segen, Gesundheit und einen Hauch von Exotik.

Helga Grabowski trat 1977 in den Schuldienst an der FSM ein, die zu diesem Zeitpunkt gerade 8 Jahre alt war. Somit gehört auch sie zu den Kollegen, die an der FSM ihre 40 Dienstjahre erreichen werden, denn einen Oberstufenkurs wird sie noch weiterführen. Die Fächer Englisch und katholische Religion vertritt die Kollegin fachlich überzeugend, seit 2012 hat sie zudem die Leitung der Mediothek übernommen und sich dort unersetzlich gemacht. Lange Jahre war Frau Grabowski im Lehrerrat tätig, in dem sie ihre Gabe, die Dinge klar und ohne Scheu vor möglichen Konflikten oder negativen Konsequenzen zu benennen, im Sinne des Kollegiums nutzen konnte. Und wenn die Kollegin in ihrer kurzen Ansprache ihr nahendes Ausscheiden aus dem Dienst etwas wehmütig mit dem Zitat: "Niemals geht man so ganz!" (Trude Herr) kommentiert, dann bleibt zu hoffen, dass sich wenigstens ein Hauch von ihrer Präsenz in den FSM-Mauern festsetzt.

Brunhilde Hentrich wurde von Ulrich Bertram in seiner Rede als "Löwin der Jahrgangsstufen 5-7" tituliert, was ihrer Art das Amt zu erfüllen, gerecht wird. Denn als Löwin kümmerte sie sich nicht nur um persönliche Sorgen und Nöte "ihrer Kleinen", nein, die Löwin geht bekanntlich auch jagen, und zwar im Rudel mit anderen Löwinnen, während das männliche Pendant, der Löwe, ruhend unter dem Baume liegt. So jedenfalls ist das in der Natur. Aber die Stufenleiterin ist ja nicht nur Englisch-, sondern auch Biologielehrerin, sodass dieser Ausblick in die Welt der Tiere sicherlich kein Zufall ist. Eine Ausdeutung dieses Vergleiches kann an dieser Stelle aus Gründen der Diskretion nicht vorgenommen werden. Bruni Hentrich erfüllte die Aufgabe der Stufenleitung "mit deutlichem Regiment", mit einer herzlichen Freundlichkeit und Verbindlichkeit gegenüber dem Schüler, dem Kollegen und den Eltern. Aber die aus dem Dienst scheidende Kollegin hat auch ein Faible für kreative und aktiv-gestaltende Prozesse und Tätigkeiten. So trieb sie die unaufschiebbare Konzeption der inklusiven Arbeit an der FSM mit voran, arbeitete ja kämpfte vielleicht auch im Schulleitungsteam für ihre Position. Sie etablierte die York-Kreuzfahrt, an der zahlreiche Kolleginnen, Eltern und Schüler teilnahmen. Damit konnten die Schülerinnen und Schüler wertvolle (inter-)kulturelle Erfahrungen machen und auf wunderbare Weise lernen, wie nützlich die englische Sprache nicht nur im Urlaub ist. Wir meinen, dass du heute sicherlich mit Fug und Recht sagen kannst: "Yes, it was my way!" (Frank Sinatra, My way, 1971) und erweitern auf: You`ll face it all ;-)!
[DET]

Zum 1. 2. 2016

Dorothee Rötger tritt ein in den Kreis der Pensionäre

Die meisten Schülerinnen und Schüler verließen die Friedensschule recht zügig und auch fröhlich, wenn nicht darüber, dass das Halbjahreszeugnis großen Erfolg dokumentierte, dann doch wenigstens darüber, dass sie heute schon um 11:05 Uhr Schulschluss hatten. Vor dem Übergang in das 2. Halbjahr musste bedauernswerterweise noch eine Mitarbeiterin verabschiedet werden, die seit 38 Jahren an unserer Schule tätig ist. An dieser Verabschiedung waren jedoch nur Lehrer, Ehemalige, die SV und die Elternvertretung beteiligt. Und so kam es, dass die 1.500 Friedensschüler, vom Unterricht befreit, in alle Richtungen entschwinden durften. Nun gut, 38 Jahre lang hat die besagte pädagogische Mitarbeiterin sich um Schülerinnen und Schüler aus den Kerngruppen 5-7 gekümmert, war ihnen Vertraute, Unterstützerin und Motivationskraft.

Als Dorothee Rötger ihre berufliche Tätigkeit an der damals einzigen Gesamtschule Münsters begann, steckte diese noch in ihren Kinderschuhen. Die damals 10-jährige Erfahrung wurde von Frau Rötger gerade im Ganztagsbereich mitgeprägt und komplettiert - das wurde aus einem Gutachten vom damaligen Schulleiter, Herrn Alder, zitiert. Denn Dorothee Rötger erwies sich für die Schülerinnen und Schüler als verlässlicher "Partner" im Mittags- und Freizeitbereich, der mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn es gewünscht war. Eben diese verbindliche Freundlichkeit, gepaart mit der notwendigen Konsequenz, wurde von unterschiedlichen Rednerinnen und Rednern als Gewinn bringend hervorgehoben, Herr Bertram wie auch Herr Kaiser als Elternvertreter und die Schülervertreter Ines und Oskar waren sich in diesem Punkt einig.

Und für einen kurzen Moment kam sogar der bereits pensionierte Schulpsychologe Dietrich Roes zurück. Und wer geglaubt hatte, das Generalvikariat hätte sich erweichen lassen..., nein! Er hatte 28 Jahre mit Frau Rötger zusammengearbeitet und konnte vom gemeinsamen Elterngespräch bis zum Ausflug der Donnerstagsgruppe berichten und damit die Tätigkeiten von Beratung, Begleitung, Unterstützung und Förderung kurz und beispielhaft erläutern. Im hochwertig inszenierten Kurzfilm über und für die Pensionärin hatte Wendel Altekamp, angekündigt als Creative Direktor der FSM, witzige, informative, herzliche und etwas schüchtern in die Kamera gesprochene Wünsche dokumentiert und damit die absoluten Höhepunkt der Verabschiedung markiert.

DANKE, Dorothee und alles alles Gute für die neue Lebensphase! [DET]