Tel Aviv

Dienstag, den 10. April 2018

Am Dienstag haben wir ein äußerst seltenes Phänomen in Israel gesehen: Regen. Es schüttete wie aus Eimern, als wir uns um 9:30 Uhr an der Schule mit den anderen trafen. Einige Schüler, die etwas bei dem „Holocaust Memorial Day“ vortragen sollten, mussten schon eine halbe Stunde früher für eine Besprechung an der Schule sein. Meine Austauschpartnerin stellte mich vielen ihrer Klassenkameraden vor, aber leider hatten wir nicht viel Zeit, weil um 10 Uhr der Bus nach Tel Aviv auf uns wartete.

Während der Fahrt hörte es auf zu regnen. Allerdings hatte der Regen dafür auch viel Zeit, da wir in den morgendlichen Stau geraten waren und für die Fahrt 60 statt den geplanten 20 Minuten benötigten.

In Tel Aviv angekommen begannen wir mit unserer Stadtführung. Zu jeder Station auf unserem Weg hatten ein oder zwei Israelis ein Kurzreferat vorbereitet.

Die erste Station war der Rabin Platz. Yitzhak Rabin (auch: Jitzchak Rabin) war ein israelischer Politiker und Premierminister. Für seine Bemühungen um den nahöstlichen Friedensprozess wurde er 1994 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. 1995 wurde er bei einem Attentat erschossen. Der Rabin Platz ist einer der Hauptplätze in Tel Aviv.

Danach machten wir uns auf den Weg den Rothschild Boulevard hinunter. Wir sahen das Haus eines nationalen Dichters und Kinderbuchautoren, mehrere Häuser, die im Bauhaus-Stil gebaut waren (dieser Stil wurde von den Einwanderern während des 2. Weltkriegs nach Israel gebracht), und den Habima Platz. Dort hatte am Vormittag ein Konzert der Grundschulen stattgefunden und der Platz war voll von Kindern mit Schuluniformen.
Inzwischen schien die Sonne wieder und wir liefen in unseren Regensachen durch den strahlenden Sonnenschein. Wir erreichten die Independence Hall, in der David Ben Gurion 1948 die Unabhängigkeit Israels verkündet hatte. Da in diesem Jahr das 70-jährige Jubiläum des Staates Israel ist, war ganz Tel Aviv mit Fahnen geschmückt. Selbst ein Weg zu den wichtigsten Punkten in der Geschichte der Unabhängigkeit wurde zu diesem Anlass angelegt.

Nach einem langen Fußmarsch beendeten wir unsere Führung in der Deutschen Kolonie Sarona. Im Jahr 1871 ließen sich dort württembergische Pietisten in der sumpfigen Ebene unweit des Ajalon-Flusses nieder und begannen eine landwirtschaftliche Kolonie zu errichten. Sie nannten sich Templer und wollten die "echten christlichen Werte" zurück ins Heilige Land bringen.

Hier wurde unser Programm beendet und wir konnten den Rest des Tages in Tel Aviv verbringen. Am Abend fand das Konzert „Israel Calling 2018“ statt. Leider mussten wir noch vor dem Ende gehen, damit wir den Bus nach Rishon LeZion nehmen konnten.

Paula

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