Worthing calling!

Auch dieses Jahr war die Stufenfahrt nach Worthing (England), die alle zwei Jahre angeboten wird, wieder ein großer Erfolg!

Nachdem am Sonntag morgen alle ihren Personalausweis als Eintrittskarte für den Reisebus vorgezeigt hatten, Frau Lindenbaum höchstpersönlich bestand darauf, ging es los. 

Die Fahrt bis Calais, wo unsere Fähre um 16:00 Uhr starten sollte, verging wegen unserer Vorfreude wie im Flug. Auch die Fährüberfahrt nach Dover, die ungefähr ein dreiviertel Stunden dauerte, war durch das Erkunden der großen Fähre und durchs Genießen der Aussicht schnell vorbei. 

In Dover angekommen, zogen sich die letzten 3 Stunden Fahrt, und wir waren alle froh, als wir endlich – etwas angespannt - auf unsere Gastfamilien warten konnten, wo wir dann, nach einem ersten Abendessen dort, müde ins Bett fielen. 

Wir alle waren gespannt auf den Sprachunterricht, der uns am nächsten Morgen erwartete. Mit unserem, hoffentlich gut gepacktem, Lunchpaket, waren wir alle gerüstet für den Tag.

Beim Sprachunterricht angekommen, wurden wir nach Absolvieren eines Tests in drei Gruppen eingeteilt. Als nach 3 Stunden der Unterricht zu Ende war, teilten wir alle unseren Erfahrungen mit unseren Freunden aus den anderen Gruppen.

Dafür blieb nicht allzu lange Zeit, weil wir uns alle unglaublich auf Brighton freuten, wo es heute hingehen sollte. Dort angekommen, bestaunten wir den großen Pier, auf dem ein Jahrmarkt übers ganze Jahr mitten auf dem Wasser aufgebaut ist, bewunderten die pompöse Einrichtung des „Royal Pavilion“, der ab 1815 als Landsitz für die englische Königsfamilie erbaut und genutzt wurde, und schlenderten durch die kleinen und großen Gassen von Brighton, in denen es viel zu entdecken gab, und der ein oder andere ein bisschen Taschengeld ließ.

Der nächste Tag, war der heiß erwartete London-Tag! Wir hatten eine Führung durch einen Schauspieler in Shakespeares Globe Theatre gebucht, der viel mit uns interagierte und am Ende sogar eine kleine Szene mit uns auf die Beine stellte. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit. In vielen kleinen Gruppen, erforschten wir große Sehenswürdigkeiten, wie den Buckingham Palace, das London Eye, und staunten über die Größe des „Big Bens“, gingen am Piccadilly Circus shoppen oder genossen eine typische Spezialität vom Borough Market. An diesem Tag fielen wir alle müde und erschöpft ins Bett...

Nach den 3 Stunden Sprachunterricht am nächsten Tag fuhren wir nach Portsmouth. Das erste über das sich jeder wunderte war, dass der Name dieser Stadt eher ausgesprochen wird wie „Portsmith“. Außerdem hatten wir keine Ahnung was uns dort erwartete, da wir nur von irgendeinem Schiffswrack und einem Shopping Centre gehört hatten. Alle freuten sich natürlich erst mal auf Letzteres! 

Unerwartet, erwies sich die Besichtigung des Museums, das um das zum Drittel geborgene Schiffswrack  „Mary Rose“ herumgebaut ist, als voller Erfolg. Ehrfürchtig standen wir in der besonders klimatisierten Halle und starrten auf ein riesiges Schiff. Das Museum barg bis in die kleinste Ecke detaillierte Beschreibungen, Funde, ja sogar Skelette (wodurch wir erfuhren, dass es einen Schiffshund gegeben hatte) und rekonstruierte Waffen, Werkzeuge, und vieles mehr.
Danach besichtigten wir noch Lord Nelsons „Victory“ von außen und von innen - für die großen Leute war das allerdings ein sehr experimentelles Unterfangen... Nach dem geschichtlichen Teil, freuten sich alle auf das Shopping Centre, wo wie wild geshoppt wurde. Eine kleine Gruppe fuhr auf den großen „Spinnaker Tower“ und genoss die atemberaubende Aussicht aus 170 Metern Höhe.

Ehe wir uns versahen war der letzte Tag vor der Abreise gekommen, und wir bekamen alle unsere Zertifikate vom Sprachunterricht übergeben. An diesem letzten Tag sollte es eine Fahrt zu den Kreidefelsen und im Anschluss eine richtig englische Tea Time geben. Ein paar todesmutige Schüler gingen mit Herrn van Husen den ganzen Weg von Beachy Head bis zu dem kleinen Dörfchen (eher ein kleiner Komplex von Häusern) Birling Gap, wo die Tea Time stattfinden sollte. Allerdings genoss diese kleine Gruppe, die wanderten, den Wind in den Haaren, den unglaublichen Blick aufs Meer und das innere Gefühl der Freiheit, welches man einfach bekommt, steht man dort oben, ganz am Rand auf den Klippen. 

Die Tea Time mit schwarzem Tee und ein bisschen Sahne, Scones, Erdbeermarmelade und der berühmten Clotted Cream, einer Mischung aus Sahne und Butter, war ein krönender Abschluss des Tages - und danach waren wir alle schon in Gedanken am Kofferpacken. Auf der Rückfahrt nach Worthing fielen dann die ersten – und einzigen – Regentropfen auf dieser Reise! 

Als wir am nächsten Tag um 8:00 Uhr starten wollten, gab es natürlich diesen einen Pappenheimer, der etwas wichtiges vergaß, wodurch wir eine halbe Stunde verloren. Trotzdem war der Verkehr auf unserer Seite und wir kamen rechtzeitig zur Fähre.

Die Rückfahrt zog sich mehr hin als die Hinfahrt. Wir waren alle müde (später in den letzten zwei Stunden übermüdet...) und freuten uns schon darauf, wieder im eigenen Bett zu liegen. 

Als wir um 22:00 Uhr an der Friedensschule ankamen, waren wir froh, dass alle, heile, ohne Zwischenfall, wieder in Deutschland in das Auto ihrer Familie stiegen. 

Frau Lindenbaum und Herr Van Husen haben uns auf der ganzen Fahrt begleitet und waren tolle Ansprechpartner, die sich auskannten und die immer eine Lösung wussten! 

Danke, für eine weitere gelungene Reise nach Worthing!

 Leona S.