Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein * - das Schulleben an der FSM

Wer die Friedensschule durch den Haupteingang betritt, merkt sofort: dies ist keine normale Schule. Keine langen Korridore, keine Hinweisschilder, keine Nachweistafeln pädagogischer Leistungsfähigkeit. Nach dem Betreten weitet sich der Raum, der Teppichboden dämpft die Geräusche, Spielgeräte sind zu sehen, Schließfächer und der Essensbereich. Die Aula ist in vielen Schulen ein abgetrennter, bestuhlter Vortragsraum mit einer Bühne, der nur für Präsentations- oder Versammlungszwecke genutzt wird. In der Friedensschule ist die  Aula "das Spielzimmer" der Schüler, ist Treffpunkt und Mittelpunkt des Schullebens. Hier spielt der 5. Klässler Tischtennis und fährt Pedalo, die 8.Klässler knüpfen im angrenzenden Bistro wichtige zwischenmenschliche Kontakte und die ältere Schüler nutzen die Aula für ihre großen Abschiedsfeiern. Die Aula der Friedensschule ist auch  Vortrags- und Präsenatationsraum. Aber sie ist ein "Multi-Tasking Talent".Sie ist eben auch Gottesdienstraum, Tanz- und Festsaal, und ein großer Marktplatz.

Die Architektur der FSM, die immerhin aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts stammt, macht Ernst mit dem Grundsatz von Schule als Lebensraum. Natürlich gibt es Klassen- und Fachräume in denen gelehrt und gelernt wird, aber Bildung ist mehr als Wissensvermittlung und eine Ganztagsschule muss Raum haben für den ganzen Menschen. Heranwachsende Menschen müssen Erfahrungen sammeln, ihre Kräfte spüren und ausprobieren, Verantwortung übernehmen, lernen sich auszudrücken und sie brauchen Raum zur Stille, um sich gelegentlich zu sammeln und in sich zu gehen.  In über 40 Jahren hat die FSM gelernt, diesen Bedürfnissen mehr und mehr gerecht zu werden. Um das Schulleben unserer Schule zu erfahren, sind sie eingeladen, sich zumindest virtuell die Lebensräume der Schule anzusehen.

* Zitat J. W: von Goethe, Faust I Vers 940

 

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