Wettbewerbe

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, der 1973 von dem ehemaligen  Bundespräsidenten Gustav Heinemann und dem Hamburger Unternehmer Kurt A. Körber ins Leben gerufen und seither von der Körber-Stiftung ausgerichtet wird, beabsichtigt bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die Geschichte vor Ort zu wecken. Durch selbständiges "forschendes Lernen" und die Auseinandersetzung mit der Geschichte, die vor der eigenen Haustür stattgefunden und damit einen "lebensweltlichen Bezug" hat, sollen kritisches Denken und politisches Verantwortungsbewusstsein gestärkt werden. An diesem renommierten Wettbewerb beteiligen sich regelmäßig geschichtsinteressierte Schülerinnen und Schüler der Friedensschule. Der Wettbewerb startet alle zwei Jahre jeweils am 1. September. Dann schreibt das Kuratorium des Geschichtswettbewerbs immer neue Themen aus, die von den jungen Forschern bearbeitet werden, indem sie eine eigene Fragestellung formulieren und diese in Form von Archivarbeit, Interviews mit Zeitzeugen, Befragungen von Experten oder Umfragen auf den Straßen etc. untersuchen und im Hinblick auf das Thema auswerten. Ein halbes Jahr später, am 28. Februar, ist Einsendeschluss. Die Ergebnisse der Recherchen müssen bis dahin in Form einer schriftlichen Arbeit, eines Portraits, eines Films, Theaterstücks,  Spiels oder Ähnlichem aufbereitet und schließlich eingereicht werden.
Bei dieser anspruchsvollen und vielfältige Kompetenzen schulenden Tätigkeit werden die Schülerinnen und Schüler durch die Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Geschichte betreut und gefördert, damit nach sechsmonatiger Arbeit ein gelungenes Produkt erwachsen kann. In Münster haben alle Beteiligten zudem das große Glück, dass die Archive, insbesondere das Stadtarchiv, die Forschungen mit Workshops, vielfältigen Hilfen bei Archivrecherchen und der Vermittlung von Kontakten zu Zeitzeugen begleitet und unterstützt. Nicht zuletzt wird in Form einer öffentlichen Ausstellung aller Münsteraner Wettbewerbsbeiträge die Arbeit jeder einzelnen Teilnehmerin und jedes einzelnen Teilnehmers gewürdigt.