Verabschiedungen im Kalenderjahr 2010

Zum 1. 2. 2010 

Nach Vergabe der Zeugnisse an die Schüler verabschiedete das Lehrerkollegium der Friedensschule am 29. Januar 2010 drei Lehrer in den Ruhestand.

Herr Arens kam im Sommer 1972 an die Schule, hat somit die letzten Tage der ersten FSM am Kardinal-von-Galen-Ring noch miterlebt und gehörte zu denen, die das gelbe Haus an der Mecklenbeckerstraße beziehen durften. Herr Alder hatte ihm den Mitaufbau des Faches Musik übertragen, obwohl Herr Arens sich viel lieber um Deutsch gekümmert hätte. Herr Arens trug viel dazu bei, dass das Fach Musik heute an der Friedensschule eine solche Stellung hat. Musik ist an der FSM kein theoretisches Unterrichtsfach, sondern ein lebendiges Musizieren, dazu hat Herr Arens, entsprechend seines Ansatzes, beigetragen.
Herr Arens beteiligte sich zu dem an der Organisation des Münster-York- Austausches. Vor allem aber war Herr Arens ein begeisterter Lehrer, der ein sehr gutes Gespür für die Schülerinnen und Schüler hatte und mit Freude unterrichtete.

Herr Brentjes hätte auch gerne Musik oder noch lieber Französisch unterrichtet, seine beiden großen Neigungen. Doch gebraucht wurde, der mit Lehrerfahrund von Realschulen in Sendenhorst, Ahlen, Haltern und der Abendrealschule in Münster Gekommende, als Biolehrer und als Leutnant der Reserve. Letzeres allerdings nicht an der FSM, sondern bei der Bundeswehr. Diese hätte ihn zur Zeit des NATO Doppelbeschlusses gerne zu regelmäßigen Wehrübungen eingezogen. Eine Idee, die sich mit den Anforderungen des Schulalltags und den Verpflichtungen eines Tutors nicht gut in Einklang bringen ließ. Umfangreiche Schriftwechsel zwischen Herrn Alder und dem Kreiswehrersatzamtes zeugen davon.
So steckte Herr Brentjes seine gesamte Energie in die FSM und widmete sich vor allem dem Auf- und Ausbau des Schulzoos und des Gewächshauses, ohne die die FSM heute kaum vorstellbar wäre. Beide sind heute fester Bestandteil unseres Schulprogamms, der Idee der FSM, dass Unterricht immer etwas mit direkter Erfahrung zu tun hat.
Dass das in diesem Umfang möglich ist, ist der Verdienst von Herrn Brentjes.

Herr Westermann hatte seine erste Stelle als Lehrer an eine Hauptschule in Epe im Kreis Ahaus. Er hatte die Lehrbefähigung für Mathe und Geschichte, ließ sich aber nach seinem ersten Einsatz an der Friedensschule kurz vom Schuldienst befreien, um die Zusatzbefähigung für Physik zu erwerben. Die FSM war noch ein ganz junges Pflänzchen im Alter von 2 Jahren, als Herr Westermann im Oktober 1971 zu ihr stieß. Auch Herr Westermann gehörte somit zu jener ersten Lehrergruppe, die am 22. Mai 1973, vom KvG-Ring in das gelbe Haus an der Mecklenbecker Straße zogen und dessen Einweihung von Bischhoff Tenhumberg miterlebten.
Herrn Westermann kam seine Zusatzqualifikation zu Gute, denn zum einen betreute er das Fach Physik an der FSM und zum anderen wurde 1977 durch den Regierungspräsident als Fachleher für Physik in die neu eingerichtet Lehrplangruppe im Rahmen des Gesamtschulversuchs berufen. Es war also Aufbauarbeit an mehreren Fronten.
Am 1.8.1989 wurde Herr Westermann zum zweiten didaktischen Leiter der FSM ernannt und hat in dieser Funktion der Schule nun mehr als 20 Jahre gedient.

Alle drei Kollegen haben die FSM nicht nur mit aufgebaut, sondern auch geprägt. Sie haben, wie in jedem Berufsleben Höhen und Tiefen erlebt, sich gefreut, gelitten, geärgert. Sie werden vielleicht dankbar sein für die Chance, dass sie so viel mitgestalten konnten und die Schule dankt ihnen für Jahrzehnte des Einsatzes, der Mühen, des Ringens um den richtigen Weg, um aus der FSM eine, gute, eine große und großartige Schule für Kinder zu machen. 

 

Zum Schuljahresende 2010

Abschied von der Friedensschule - Großer personeller Wandel im Kollegium

Mit Abschluss des Schuljahres 2009 / 2010 endet für 1 Lehrerin, 2 Lehrer und für den Sozialarbeiter der Friedensschule nach Jahrzehnten pädagogischer Arbeit die aktive Dienstzeit an ihrer Schule.

Herr Göhlsdorf unterrichtete seit 1977 die Fächer Mathematik und Physik an der Friedensschule, seit 1989 auch das Fach Informatik. Als Beratungslehrer für die Oberstufe schrieb er Computerprogramme, mit deren Hilfe die Jahrgänge der Sek II verwaltet werden konnten. In seiner Zuständigkeit für den Einsatz der Neuen Technologien leitete er sehr erfolgreich Fortbildungen und unterstützte mit fundiertem Fachwissen und großem Engagement Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Unterrichtsarbeit in den Computerräumen. Über viele Jahre war er in der Personalvertretung der Schule engagiert und über mehr als zwei Jahrzehnte Vorsitzender der "Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretung der freien katholischen Schulen im Bistum Münster."

Herr Dr. Just begann im Jahre 1994 seinen Dienst an der Friedensschule und unterrichtete die Fächer Chemie und Geschichte. Über viele Jahre leitete er mit großem Einsatz die Mediothek, das Lernzentrum der Friedensschule, und optimierte mit Phantasie und innovativer Energie die Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer in dieser wesentlichen Einrichtung der Schule. Vor seiner Tätigkeit im Schuldienst war Dr. Just wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Essen und Münster in den Bereichen Chemiedidaktik und Schulpädagogik. Mit Beginn des nächsten Schuljahres wird Dr. Just neuer Schulleiter des St.Pius- Gymnasiums in Coesfeld.

Frau Westermann gehörte seit 1977 zum Kollegium der Friedensschule. Sie unterrichtete die Fächer Biologie und Erziehungswissenschaften. Nach zweijähriger Zusatzausbildung war sie darüber hinaus mit großem Einsatz als Beratungslehrerin für die Schüler/innen der SekII tätig. Die Schwerpunkte ihrer Beratungsarbeit lagen im Bereich der psychosozialen Beratung und in der Berufsberatung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Große Verdienste erwarb sich Gabriele Westermann nicht zuletzt bei der Organisation von pädagogischen Projekten innerhalb und außerhalb der Friedensschule sowie bei der Gestaltung von Abschlussfeiern und Schulfesten.

Nach 32 Jahren geht auch Herr Boer, der Sozialarbeiter der Friedensschule, in den Ruhestand. Gemeinsam mit Mitgliedern des Lehrerkollegiums entwickelte er  räumliche und inhaltliche Voraussetzungen für die pädagogische Gestaltung der Jugendarbeit im Rahmen des Ganztagsbereichs der Friedensschule. Beteiligt war er auch an der Planung und Durchführung der Stufentreffs für die einzelnen Jahrgangsstufen. Im Dialog mit Schülerinnen und Schülern, sowie mit Lehrerinnen und Lehrern hat er integrative Schulprojekte auf unterschiedlichen Ebenen beeinflusst. So ist sowohl die jährliche Adventswanderung der Friedensschule als auch die Fahrt nach Weimar / Buchenwald auf seine Initiative zurückzuführen.