Verabschiedungen im Kalenderjahr 2006

Zum Schuljahresende 2006

Mit dem Abschluss des Schuljahres erreichten zwei Lehrer der Friedensschule die Altersgrenze ihrer Dienstzeit und wurden feierlich aus dem Kollegium verabschiedet.

Für beide Kollegen gilt, dass sie die Friedensschule mit aufgebaut haben, jederzeit mit sehr großem Einsatz zu ihr gestanden und ihr ein Gesicht gegeben haben. Beide haben ihr pädagogisches Handeln darauf ausgerichtet, dass Bildung und gleiche Ressourcen für alle Schüler unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zur Verfügung stehen müssen und dass in jedem Kind eine Welt ungeahnter Fähigkeiten ruht. Beide Kollegen verbindet weiterhin, dass sie in ihrer schulischen Arbeit intensiv auf Kinder eingingen ohne sie zu pressieren und zu jedem Zeitpunkt dem gesunden Menschenverstand Vorrang vor aller Schultheorie einräumten.

Herr Rudnick (geb. 1941 ) stammt aus Pommern und begann seinen beruflichen Werdegang 1958 mit einer Lehre als Elektroinstallateur. Nach einer weiteren Lehre als Bäcker arbeitete er zunächst als Installateur, bevor er in den Jahren 1966 –1969 ein Studium in den Fächern Mathematik, Physik / Technik an der PH Münster aufnahm. Seit 1970 unterrichtete Paul Rudnick an der Friedensschule und war ab 1975 als Beratungslehrer und Koordinator für Praktika und Berufsvorbereitung zuständig. 1999 erfolgte seine Ernennung zum Gesamtschulrektor im Kirchendienst. Besonders als Techniklehrer förderte Herr Rudnick das Lernen mit Kopf und Hand. Der Aufbau des Fachunterrichts Technik an der Friedensschule ist sehr wesentlich sein Verdienst. Neben seiner fachlichen Kompetenz zählten seine Fröhlichkeit und Freundlichkeit im Umgang mit Schülern und Kollegen zu seinen auffälligen Merkmalen. Diese Eigenschaften verdienen umso mehr Anerkennung, da er seinen Berufsalltag aufgrund seiner Schwerbehinderung nur mit einem hohen Maß an Energie meistern konnte.

Herr Skuplik (geb. 1941 ) wurde in Leimerwitz ( Oberschlesien ) geboren. Nach seinem Mathematik- und Musikstudium an der PH Münster war er von 1963 bis 1969 als Lehrer in Neubeckum tätig. Ab 1969gehörte er dem Kollegium der Friedenschule an und war Mitglied des Gründungskollegiums der Schule. Als „Lehrer der ersten Stunde“ hat er die Identität der Friedensschule entscheidend mitgeprägt. Mit seiner Ernennung zum Gesamtschulrektor i.K. im Jahre 1975 übernahm er die Stufenleitung für den 5. und 6. Jahrgang, später auch für den 7. Jahrgang. In dieser Funktion war er mit bewundernswertem Engagement in allen Jahren seiner Tätigkeit ganztägig für seine Schüler im Einsatz. Zu seinen pädagogischen Überzeugungen zählte, dass Kinder wissen müssen, wo sie hingehen können, wenn sie etwas auf dem Herzen haben. Mit sicherem Gespür stellte er das Wohl des einzelnen Schülers stets in den Mittelpunkt seines Handelns und war dabei Schülern aller Begabungsrichtungen in gleicher Weise zugetan. Mit Gradlinigkeit und Rückgrat vertrat er die Bedingungen und Bedürfnisse seiner Jahrgangsstufen ohne die Sicht für die Gesamtheit der Schule zu verlieren. Als echter Ganztagslehrer mit ungetrübtem Verhältnis zu vollen Dienstzeiten war er zu jedem Zeitpunkt kompetenter Ansprechpartner nicht nur für Schüler sondern auch für Eltern. Über seine organisatorisch-administrative Arbeit hinaus war er aber auch ein begeisterter und begeisternder Fachlehrer für Mathematik und Musik - ein Lehrer mit konsequentem Einsatz für seine Kinder und uneingeschränkter Identifikation mit seiner Schule.