"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Paten mit Engagement unterstützen die Friedensschule

Die Friedensschule gehört jetzt auch zu den Netzwerkschulen, die der landesweiten Organisation "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" angehören.

Schülerinnen und Schüler, die sich verantwortlich für diese Auszeichnung eingesetzt haben, konnten zwei Paten für die Friedensschule gewinnen, die die Schülerschaft in deren Einsatz unterstützen wollen.

 

© Peter-Andreas Hassiepen

Elisabeth Zöller (Jugendbuchautorin)

"Gegen jede Form von Ausgrenzung und Rassismus kämpfe ich schon lange. Seit über zwanzig Jahren zeige ich in meinen Büchern, dass jede Form von Verachtung, vor allem rassistische, für uns alle nicht tragbar sein kann.

Projekte gegen Rassismus und auch die Einstellung dagegen können aber am besten von vielen gemeinsam getragen und vorangetrieben werden. Daher mache ich bei der Aktion der Friedensschule mit Begeisterung mit.

Wir tun etwas gemeinsam gegen Rassismus!"

Dr. Farid Vatanparast (Initiator von "Farid´s QualiFighting")

Trotz unserer modernen und weltoffenen Gesellschaft sind Diskriminierung, Rassismus und Gewalt ein riesen Problem. Wir sollten unseren Kindern und Jugendlichen früh vermitteln, dass man gemeinsam in der Gesellschaft mehr leisten und erreichen kann als immer gegeneinander zu arbeiten. Das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" knüpft genau hier an und lässt junge Menschen aktiv an einem besseren "Wir" arbeiten. Die Zukunft junger Menschen ist (m)eine Herzensangelegenheit, eine Notwendigkeit für die menschliche Zukunft. Aufgrund meiner eigenen Biografie und Erfahrungen mit Diskriminierung und Mobbing kann ich verstehen, wie junge Menschen darunter leiden können und unterstütze sehr gerne präventive Projekte wie dieses. Die Erziehung von Kindern und Jugendlichen hin zu einer kollektiven Gesellschaft bedarf Vorbildern, Mentoren und Menschen, die sich pro aktiv  für etwas einsetzen. Dieses Projekt ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, dass aus einem "Ich" ein "WIR" wird.

"Sei du selbst die Veränderung, die du dir in der Welt wünschst!" (Mahatma Ghandi)

Das Projekt Farid´s QualiFighting

Das Gefühl, stolz auf sich sein zu können und Anerkennung zu erhalten, sind häufig ganz neue Erfahrungen für Heranwachsende aus sozialen Brennpunkten, die in ihrem jungen Leben schon viel Gewalt und Diskriminierung erlebt haben. Derzeit haben 76 Jugendliche aus über 12 Nationen in unserem sozial-integrativen Projekt "Farid`s QualiFighting" einen neuen Halt gefunden. Das Box-Projekt wurde von uns im Jahr 2006  ins Leben gerufen. Entstanden ist ein Integrations- und Motivationskonzept, dass Kinder und Jugendliche mit dem gesellschaftlich konformen Weg des Durchboxens vertraut macht. Das heißt: die Heranwachsenden lernen, sich respektvoll zu begegnen, mit Kritik umzugehen und ihre Stärken und Schwächen auszuloten. Der Sport hat dabei eine motivierende Funktion, schafft aber zugleich Verbindlichkeiten. Gemeinsam mit Trainern und Pädagogen wird ein "Zukunftsplan" zur Orientierung entworfen, der sportliche, schulische und persönliche Ziele der Schützlinge festhält. Wir helfen ihnen dabei, diese zu erreichen und sich durchzuboxen, wenn es mal schwierig wird.

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