Zeitreise in der Friedensschule Münster

Vom Frieden und kreativen Geistern

Am Donnerstagabend, dem 03. Mai 2018, bot die Friedensschule Münster ihren Besuchern und Besucherinnen eine hinreißende Zeitreise durch die Musik. Viele Eltern, Schülerinnen, Schüler und Kollegen ließen sich auf dieses Experiment ein. Sie strömten so zahlreich in die Aula, dass die gebotenen Sitzplätze nicht reichten. Es wurden weitere Stühle aus dem Essensbereich herbeigeschafft, unproblematisch und natürlich erfreulich für alle Akteure.

Das Konzert wurde eingeleitet mit einem gregorianischen Choral, vorgetragen von jungen Männern der Capella Ludgeriana. Diese traten später noch einmal mit ganz anderen Klängen auf: Ein Freund, ein guter Freund im Stile der Comedian Harmonists. Musiklehrerin Julia Göbel und Domkapellmeister Alexander Lauer begleiteten vierhändig am Klavier - ein schönes Zeichen neu belebter Kooperation zwischen Domsingschule und Friedensschule.

Nach einigen Solostücken mit Flöte (Ronja Vollmari) und Klavier (Lea Nawroth, Jan Hubert, Mara Hünteler) folgte der erste Auftritt des Oberstufenchores unter der Leitung von Julia Göbel. Geistliche Stücke wie John Rutters Look at the world, eindrucksvoll inszeniert mit Bildern der Erde und Kerzenlicht, aber auch populäre Musik wie das beschwingte Hakuna matata aus dem Musical König der Löwen, For the longest time von Billy Joel oder Angels von Robbie Williams wurden mit sichtbarer Freude und beachtlichem Chorklang vorgetragen und begeisterten die Zuschauer, die sich bisweilen zum leisen Mitsummen angestiftet sahen.

Nach der Pause traten Solisten aus dem Schulchor heraus und überzeugten mit hervorragender gesanglicher Leistung. Arani Devananthans Thank you for the music von ABBA rührte den ein oder anderen zu Tränen.

Die Schülerin Lea Nawroth aus der Q1 organisierte diesen Abend zusammen mit ihrer Chorleiterin im Rahmen der Exzellenzförderung der Schule und konnte hautnah erleben, wie viel Arbeit und Koordination die Umsetzung eines solchen Konzertes erfordert. Das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen: Hier wurde mit Bildern, Kostümen und abwechslungsreicher Choreographie für Auge und Ohr niveauvolle Unterhaltung geboten. Die Technik-AG der Schule hatte einiges zu tun. Simon Kaiser präsentierte - ebenfalls Schüler der Q1 und im Rahmen der Exzellenzförderung - einen eigenen Dokumentarfilm über die Chorarbeit und erntete damit großen Applaus. Zum Abschluss des Konzertes gab es Standing Ovations vom begeisterten Publikum.

Die Ausstellung „Frieden machen“ ist momentan für den Katholikentag in der Aula aufgebaut und wurde so, für diesen Abend als Zeitmaschine verkleidet, ebenfalls zum Teil des Konzerts. Wie passend, dass Julia Göbel im Duett mit Musikkollegin Anna Labonté die Friedensschule in einem Song mit dem Titel Aber bitte mit Frieden besang. Der Zeile "Hier werden kreative Geister geweckt..." machten Schüler und Lehrer an diesem Abend alle Ehre.

(Lea Rüschhoff-Nadermann/GOE)

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