Soziales Lernen

Ein Gesprächsabend zum aktuellen Thema "Soziales Lernen" beantwortet zentrale Fragen der Elternschaft. Soziales Lernen, was ist das? Und wie geht das? Wie funktioniert es an der Friedensschule?
Diese und weitere Fragen zum Sozialen Lernen standen im Vordergrund des Gesprächsabends am vergangenen Mittwoch in der Mediothek, zu dem die Elternpflegschaft eingeladen hatte.

Nach der Begrüßung durch Frau Bolg und Frau Borgers sowie einigen Erläuterungen von Seiten des Kollegiums, in denen es darum ging, den Stellenwert des Sozialen Lernens an unserer Schule sowie die in diesem Schuljahr neu eingerichtete "Tutorenstunde" in den Klassen 5 - 10 für das Soziale Lernen herauszustellen, führte Lions-Quest-Trainer Heiner Wilms unterhaltsam und anschaulich durch den Abend. So konnte er anhand vieler praxisnaher Beispiele deutlich machen, dass es nicht reicht, den Schülern Wissen beizubringen. Die zentrale Voraussetzung dafür, Neues lernen zu wollen und zu können, ist eher eine von der Lerngruppe abhängige, denn der Schüler muss sich an der Schule und in seiner Bezugsgruppe wohl fühlen. So muss er angenommen und respektiert werden und selber lernen, sich höflich und respektvoll, trotzdem klar und unmissverständlich mitzuteilen und so erleben, dass er sowohl Teil der Gruppe als auch eine eigenständige Persönlichkeit ist und als solche Wertschätzung erlebt.

Dieses "Soziale Lernen" geschieht immer - beinahe nebenbei - im Fachunterricht. Es hat aber seinen besonderen Raum in der Tutorenstunde, in der diese Art des Lernens einen festen Platz hat und eingebunden ist in ein fest umrissenes Programm. In dieser Stunde erleben die Schüler keine Zensierung, keinen Leistungswettbewerb untereinander, dafür kommen sie miteinander über ihnen wichtige Themen ins Gespräch und - sie haben Spaß miteinander. Denn auch das kann und soll Schule: Spaß machen!

Wie das konkret aussehen kann, haben die Eltern dann auch an diesem Abend erlebt Angeleitet von Herrn Wilms, der ein Arbeitsblatt mit möglichen familiären "Konfliktthemen" vorbereitet hatte, setzten sich die Eltern in Kleingruppen zusammen und diskutierten diese Themen. Die sehr angeregten Gespräche zeigten: Die Zeit verging wie im Flug, und: Es kommt nicht darauf an, wer Recht hat, sondern darauf, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen.

Diese "Übung" zeigte, wie gut es tut, sich über wichtige Fragen - hier das Selbstständigwerden der eigenen Kinder - mit Gleichgesinnten auszutauschen.

(KIN)