Verabschiedungen im Kalenderjahr 2015

Zum 1. 2. 2015

Friedensschule verabschiedet verdiente Kollegen, bleibt aber gern in Reichweite

Wie bei einem großen Familientreffen kamen Ehemalige, Lehrer, Mitarbeiter der Verwaltung, Schüler- und Elternvertreter in großer Runde zusammen und verabschiedeten vier Kollegen in den Ruhestand.

Eine Sekretärin, Anna-Lena Schlätker, verlässt die Schule (leider) in Richtung BGV (=Bischöfliches Generalvikariat). Somit bleiben der Schulgemeinde im Grunde alle fünf erhalten. Denn die Pensionäre kehren erfahrungsgemäß gerne an die alte Wirkungsstätte zurück, und Frau Schlätker, die seit 4 Jahren im Sekretariat der FSM beschäftigt war, bleibt ja tätig beim Dienstherrn.

Fast alle erreichen 40 Dienstjahre

Der heutige Gesamtschulrektor Peter Dillschneider war seit 1983 an der Friedensschule als Geschichts- und Sportlehrer angestellt. Im Jahr 1994 hat er seine Tätigkeit als Abteilungsleiter für die Jahrgänge 8-10 begonnen und sich mit freundlicher Energie, großer Ausdauer und dem geschulten Blick für das pädagogisch wie schulorganisatorisch Machbare eingesetzt. Sehr klar hat er die als "pädagogische Herausforderung" geltenden Jahrgänge über 20 Jahre hinweg organisiert. Aber auch bildungspolitische Initiativen wie G8 hat der Stufenleiter im Verbund mit Kollegen und dem unermüdlichen Einsatz des damaligen Schulleiters, Herrn Herold, für die Friedensschule angepasst und umgesetzt. Wenn Herr Betram "für den treuen Einsatz" dankt, dann formuliert er dies im Sinne des Kollegiums.

Der Oberstudienrat Hubert Tohermes unterrichtete die Fächer Latein und Sport. Als Hauptinitiator der aufwändigen lateinischen Theaterstücke, der Römerroute, der Romfahrt etc. hat er der Schule in Kooperation mit Kollegen ihren besonderen kulturell-musischen Anstrich verliehen. Aber auch im sportlichen Bereich hat der aktive, zugleich jedoch sehr bedachte Kollege rege Tätigkeit gezeigt: Der legendäre Schwimmpokal, der "Goldene Delphin", oder der "Friedel", die Trophäe des Friedensschulsportfests, gehen auf seine Initiative zurück. 25 Jahre lang trainierte der passionierte Lehrer die Schwimmmannschaft der FSM, die über Münsters Grenzen hinweg erfolgreich war. Hubert Tohermes hat die Öffentlichkeitsarbeit der Schule federführend geprägt und die FSM in der Münsteraner Schullandschaft wirkungsvoll repräsentiert.

Lehrer i.K. Winfried Borges lehrte die Fächer Deutsch und katholische Religion. Auch hat er das Fach Musik mit Hingabe unterrichtet, er hat Lieder und Stücke komponiert, mit den jüngeren Schülern Theaterstücke erprobt und anlässlich des jährlichen AG-Fests am Schuljahresende aufgeführt. Herr Borges war lange Jahre als SV-Lehrer auch Vertrauter der Schülerschaft. Zudem war er als Tutor in der Mittelstufe eingesetzt. So hat er die Abschlussgottesdienste der 10. Klassen maßgeblich mitgestaltet und musikalisch wie thematisch engagiert geprägt. Die Schülerinnen und Schüler konnte er mit seiner sehr persönlichen, authentischen Ansprache erreichen.

Als Englisch- und Sportlehrer wirkte Andreas Diebäcker, Lehrer i.K., ebenso seit langen Jahren an der FSM. Hier hat er als Lehrer einige Schulbuchgenerationen durchgearbeitet und mit dem besonderen Blick für die leistungsschwachen Schüler Inhalte so aufbereitet und komprimiert, dass auch hier zentrale Lernziele erreicht werden konnten.

Die Mitgründergeneration geht
Die FSM wünscht den Pensionären und Frau Schlätker alles Gute für den weiteren Lebensweg, wenngleich Wehmut darüber bleibt, dass mit den vier Kollegen auch Aktive der Anfangszeit von Münsters 1. Gesamtschule gehen. [DET]

 

Zum Schuljahresende 2015

"Der Aderlass geht weiter, auch Petra Dreyer geht" (Ulrich Bertram, Schulleiter)

Vor den großen Ferien wird auch in diesem Jahr eine verdiente Kollegin in den Ruhestand verabschiedet. Doch bevor die Verabschiedungsszenerie auf diesen geplanten Höhepunkt zurollte, sprach der Schulleiter Unwiderrufliches aus: Priska Tschan-Wiegelmann (DEU/FR) und Veronika Waltermann (ENG/KU) haben den Ruhestand auf Probe beendet und damit den Stand der Pensionärinnen erreicht. Man gratulierte und überreichte die Urkunde. Auch Martina Habbel (DEU/REL) hatte sich unwiderruflich dafür entschieden, ihr 2-jähriges Gastspiel an der Friedensschule zu beenden und zur Realschule nach Dülmen zurückzukehren. So blieb dem Kollegium nichts übrig, als zu akzeptieren, was wohl unumkehrbar ist. Bedauern dürfen wir das dennoch - und das geschieht, seien Sie gewiss!

"Der Aderlass geht weiter, auch Petra Dreyer geht." - Mit diesen Worten leitet der Schulleiter seine Rede über die ausscheidende Englischfachkollegin ein. Denn schon im Januar wurden Winfried Borges, Andreas Diebäcker, Peter Dillschneider und Hubert Tohermes verabschiedet, sodass Petra Dreyer im Jahr 2015 bereits als 5. Kollegin in den Ruhestand geht, leider.

Im August 1976 hatte sie ihre Tätigkeit an der FSM aufgenommen und die Fachgruppen Englisch und Kunst gestärkt, also vor nunmehr 39 Jahren. Das Projekt "Friedenserde" prägt noch heute die Gestaltung des Kunstbereichs, Petra Dreyer hat es 1998 mitinitiiert. Es war ein Gemeinschaftsprojekt der Fachhochschule Münster und des Gievenbecker Künstlers Adolf Knüppel - wenngleich alles damit begann, dass Schüler und Kunstlehrer der Friedensschule Sand und Erde von allen Kontinenten sammelten. Der Künstler hatte die Idee, Erde aus den Friedensstädten Münster und Osnabrück mit der Weltraumstation MIR, was übersetzt Frieden heißt, um den Planeten zu schicken. Dank der Unterstützung des Bundesforschungsministeriums konnte diese Idee auch realisiert werden: Der Astronaut Dr. Reinhold Ewald nahm 200 Gramm der symbolträchtigen Probe mit in die Raumstation, mit der sie die Erde in ihrer Umlaufbahn immer wieder umkreiste. Ja, solch spannende Projekte hat es an der FSM gegeben! Petra Dreyer hat sich als Fachvorsitzende in den letzten 10 Jahren primär mit der fachlich-methodischen Arbeit für die Englischfachgruppe befasst. In diesem Zusammenhang darf auch die von ihr begleitete Englandfahrt nach Southend-Sea nicht unerwähnt bleiben, die für den 9. Jahrgang angeboten wird und sich reger Beliebtheit erfreut. Der Schulleiter selbst habe in den vergangenen 8 Jahren parallel mit seiner Englischfachvorsitzenden gearbeitet und vermochte nun zu sagen, dass sie als "souveräne Person auch schwierige Klassen, verlässlich unterrichtet."

Nun folgten Danksagungen, Darbietungen und Demonstrationen vom Lehrerrat, von den SV-Lehrern, von den musizierenden Schülern unter Dieter Niermanns Regie, die nicht detailgetreu geschildert werden können und sollen. Die Vertreterinnen der Englischfachgruppe, Maria Jonas und Sabine Lindenbaum, zeichneten anhand von beinahe historischem Fotomaterial den Werdegang ihrer Kollegin an der FSM nach. Wendel Altekamp (KU/DEU) imitierte einen Tagesschausprecher und karikierte die Kunstfachkollegen - als Stenkelfelder Persönlichkeiten - in ihren unterschiedlichen Arbeits- und Denkansätzen auf der Suche nach einem Geschenk für ihre Kollegin: eine modern anmutende kunstvoll gekleisterte Garteninstallation. Nahezu unvergesslich bleibt der doppelte Binnenreim, mit dem dieser Bericht abgeschlossen wird, weil es treffender nicht gesagt werden kann: "Auweia, auweia, denn heute geht Frau Dreyer!"

[DET]