Informatik in der Oberstufe

Die Inhalte des Informatikunterrichts richten sich nach den jeweils gültigen "Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen im Abitur in der gymnasialen Oberstufe". Aus den Vorgaben ergeben sich folgende mögliche Schwerpunkte in den verschiedenen Phasen der Oberstufe:

Einführungsphase:

  • Objektorientiertes Modellieren und Implementieren von kontextbezogenen Anwendungen
    • Einführung in die objektorientierte Softwareentwicklung [Klassen, Objekte, Attribute und Dienste von Objekten, Beziehungen zwischen Klassen, Kontrollstrukturen, Variablenkonzept, ...]
    • Dazu analysieren, entwerfen und programmieren wir in verschiedenen Projekten z.B. Spiele, Verkehrsleitsysteme und andere Gegebenheiten aus der realen Welt.

Qualifikationsphase 1:

  • Lineare und dynamische Datenstrukturen
    • Dazu gehören: Felder, Schlangen, Stapel, Lineare Listen, Graphen und Baumstrukturen
    • Wir beschäftigen uns dabei mit dem Aufbau und den Funktionen dieser Datenstrukturen, sowie mit verschiedenen Algorithmen um sie zu durchsuchen, in ihnen zu sortieren und Daten effizient zu verwalten.
  • Modellieren und Implementieren kontextbezogener Problemstellungen als Netzwerkanwendungen
    • Wir beschäftigen uns mit Netzwerken, dem Internet, Protokollen, Client-Anwendungen, Client-Server-Anwendungen und mit Kryptografie (Verschlüsselungsverfahren).

Qualifikationsphase 2:

  • Endliche Automaten und formale Sprachen
    • Analyse und Erstellung von einfachen (endlichen) Automaten (z.B. Cola-Automat), Zeitsteuerung, Zustandübergänge, verschiedene Darstellungsformen von Automaten, Reguläre Sprachen und Grammatiken
  • Relationale Datenbanken
    • Modellierung kontextbezogener Problemstellungen (z.B. einer Schulbibliothek) als Datenbank, Normalisierung von Datenbanken, Aufbau und Manipulation von Datenbanken mit SQL

Wer sollte das Fach Informatik wählen?

Schülerinnen und Schüler, die ...

  • ein naturwissenschaftlich oder technisch ausgerichtetes Studium anstreben.
  • sich vorstellen können, Kenntnisse der Informatik in ihrem Studienfach oder ihrem späteren Beruf zu benötigen.
  • Freude an systematischem Arbeiten haben.
  • Computer nicht nur bedienen wollen, sondern wissen möchten, was dahinter steckt

Wer sollte das Fach nicht wählen?

  • Erfahrungsgemäß sollten die Schülerinnen und Schüler, die eine Schwäche im Fach Mathematik haben, das Fach nicht wählen.
  • Obwohl das Internet häufiger Bestandteil des Unterrichts ist und der Entwurf von Softwaresystemen zum Teil mit Beispielen von Spielen durchgeführt wird, sollte das Fach nicht wählen, wer lediglich mit Computern spielen und im Internet surfen möchte.

Welche Bedeutung kann das Fach in der Schullaufbahn einnehmen?

Informatik wird an der FSM bisher nur als Grundkurs angeboten (kein LK). Das Fach kann als 3. (Klausur) oder 4. Abiturfach (mündl. Prüfung) gewählt werden. Das Fach gehört zu dem Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Fächer.