Allgemeine Informationen zur Friedensschule
Die Friedensschule ist eine Schule des Bistums Münster
Grundsätze für Erziehung und Unterricht: Als Ganztagsschule ist die Friedensschule für die Schülerinnen und Schüler Lern- und Lebensraum. Sie bietet die Voraussetzungen für eine solide schulische Ausbildung, ist aber auch ein Ort der Begegnung. Zudem bietet sie einladende Frei- und Rückzugsräume.
Lehrerinnen und Lehrer orientieren sich in ihrem Umgang mit den Schülerinnen und Schülern an der Botschaft des Evangeliums von Gottes vorbehaltloserer Liebe zu jedem Menschen. In der Friedensschule wird jeder Mensch als Person respektiert.
Ziel unseres schulischen Erziehungsprozesses ist eine personale Bildung, die sich auf Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten bezieht und die den jungen Menschen bei der Entfaltung seiner individuellen Begabungen unterstützt und ermutigt.
Die Friedensschule ist ein Ort der Begegnung mit Glaube und Religion. Sie ermöglicht dem Schüler oder der Schülerin das Praktizieren des Glaubens im gemeinsamen Gebet, in Gottesdiensten und Feiern. Sie will ein Ort der Begegnung mit glauben den und glaubwürdigen Menschen sein.
Schülerinnen und Schüler lernen, rücksichtsvoll miteinander zu leben. Die Lehrerinnen und Lehrer bemühen sich um ein vertrauensvolles Klima. Die Eltern arbeiten eng mit der Schule zusammen.
Die Friedensschule will eine leistungsmäßig gute Schule sein, um die Kinder und Jugendlichen auf die Lebens- und Berufswelt im 21. Jahrhundert vorzubereiten. Dazu gehören fachliches Wissen und Können, aber auch die Fähigkeit, selbstständig und im Team zu arbeiten. Bei allen Herausforderungen der globalisierten Welt hoffen wir, dass es uns gelingt, dass die jungen Heranwachsenden ?Mensch? bleiben.
Die Friedensschule ist eine integrierte und differenzierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Ganztagsform. Der Unterricht beginnt morgens um 8.15 Uhr und endet montags und mittwochs um 16.00 Uhr, freitags um 15.15 Uhr. Am Dienstagnachmittag und am Samstag ist unterrichtsfrei. Am Donnerstagnachmittag werden bis 15:10 Uhr Arbeitsgemeinschaften angeboten. Die Teilnahme ist freiwillig.
Der Pflichtunterricht entspricht den üblichen Stundentafeln aller anderen Schulen; zusätzlich werden im Ganztagsbereich Übungsstunden, Förderunterricht und Arbeitsgemeinschaften angeboten. Ein erheblicher Teil der Hausaufgaben wird in der Schule erledigt. In der einstündigen Mittagszeit können die Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Gerichten wählen.
In der Ganztagsschule bilden Unterricht und Ganztagsbereich eine pädagogische Einheit. Der Ganztagsbereich erfüllt folgende zusätzliche Aufgaben:
- Er bietet die Möglichkeit zur Übung und Vertiefung des im Unterricht Erlernten
- Er ermöglicht zusätzliche Anregung und Entfaltung individueller Interessen und Anlagen
- Er erweitert die sozialen Erfahrungen der Schüler
- Er verstärkt die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern
- Er ermöglicht besondere Förderung einzelner Schüler
Für persönliche Beratung und Betreuung stehen zusätzlich drei Seelsorger, eine Beratungslehrerin und zwei Sozialpädagogen zur Verfügung.
Die Gesamtschule integriert Hauptschule, Realschule und Gymnasium in einer Schulform. Sie erspart es den Eltern, über die Schullaufbahn ihrer Kinder schon zu Beginn des 5. Schuljahres relativ endgültig zu entscheiden. An die Stelle einer punktuellen und frühen Entscheidung tritt eine schrittweise Entwicklung der Schullaufbahn. Der Unterricht kann sehr stark den besonderen Anlagen der Schüler gerecht werden. Er ermöglicht durch sein Differenzierungssystem und durch die angebotenen Schwerpunktbildungen die Entwicklung besonderer Leistungsprofile. Im 8. Jahrgang werden die Kerngruppen neu zusammengesetzt. Damit kann die Schullaufbahn besser auf Abschlüsse ausgerichtet werden, und es kann noch schülergerechter gefördert und gefordert werden. Vor allem bleiben die Lerngruppen dann erheblich stabiler, die Sozialbeziehungen werden gerade in diesem mitunter schwierigen Alter gestärkt. Fachlich und entwicklungsmäßig geeignete Schülerinnen und Schüler haben an der Friedensschule die Möglichkeit, bereits nach 12 Jahren das Abitur abzulegen. Über einen Wechsel in den ?verkürzten Zweig? ab Klasse 8 entscheidet die Schule auf Antrag der Eltern.
Sprachenfolge:
5. Jahrgang: Englisch (verpflichtend)
6. Jahrgang: Latein oder Französisch
8. Jahrgang: Latein oder Französisch
11. Jahrgang: Latein oder Französisch oder Italienisch
Anstatt einer weiteren Sprache kann der Schüler im 6. Jahrgang auch die Fächer Naturwissenschaften, Technik, Hauswirtschaft im Wahlpflichtbereich I wählen.
Schwerpunkte des Lernens im 5. und 6. Jahrgang
Der Unterricht in der Eingangsstufe knüpft an die Unterrichtsinhalte und -formen der Grundschule an. In Fortsetzung der pädagogischen Arbeit der Grundschule dient der Unterricht vor allem dem Ziel, die im einzelnen Schüler angelegten Begabungen zu erkennen und zu entfalten sowie Lerninteressen anzuregen.
Die Schüler werden im 5. Jahrgang in Klassenverbänden unterrichtet. Dabei wird großer Wert auf die Entwicklung fester Bindungen zwischen Lehrern und Schülern sowie der Schüler untereinander gelegt.
Durch die zusätzlichen Förderstunden in Mathematik, Englisch und Deutsch wird die Möglichkeit geboten, Lernrückstände und vorübergehende Lernschwächen (z. B. Lese-Rechtschreib-Schwäche) auszugleichen.
Vom 6. Jahrgang an setzt schrittweise eine Leistungsdifferenzierung in den Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch ein, damit die unterschiedlichen Begabungen und das unterschiedliche Lerntempo berücksichtigt werden können. In Arbeitsgemeinschaften können die Schüler im musikalischen, gestalterischen (Kunst und Technik) und experimentellen Bereich über den Pflichtunterricht hinaus ihre Anlagen entfalten und einen persönlichen Schwerpunkt setzen. Im Fachunterricht sowie in Übungsstunden werden Formen selbstständigen Arbeitens, die aus den Grundschulen bekannt sind, aufgenommen und weitergeführt.
Jährlich findet eine Projekt- und Wanderwoche statt. Im 9. Jahrgang wird ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt. Ein Schüleraustausch findet statt mit Schulen Frankreich und Israel. Es werden Sprachreisen nach England und Italien (Rom) angeboten.
Abschlüsse
Alle Abschlüsse der Hauptschule, die Fachoberschulreife (Realschulabschluss), die Fachoberschulreife mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufen, die Fachhochschulreife und die Allgemeine Hochschulreife (Abitur nach 12 oder 13 Jahren) sind an der Friedensschule möglich.
Verkehrsverbindungen
Die Schule ist aus dem gesamten Stadtbereich und den benachbarten Orten mit dem öffentlichen Busverkehr erreichbar. Für einige Orte im Münsterland (Bereich Appelhülsen, Nottuln, Billerbeck, Havixbeck sowie Altenberge und Bösensell) ist ein Schülerspezialverkehr eingerichtet worden.
Fahrkosten werden übernommen, sofern die Friedensschule die nächstgelegene Gesamtschule ist und der einfache Schulweg fußläufig länger ist als 3,5 Kilometer.
