Ein Tag in Taizé - Eine seelische Erholung, die sich lohnt!

Wir, Larissa und Jana, waren in den Herbstferien für eine Woche mit einer kleinen Gruppe aus Münster in Taizé. Nach einer Übernachtung in Freiburg ging es mit dem Bulli durch Burgund begleitet von den Klängen der "Kinder des Monsieur Mathieu" nach Taizé.

Die Gemeinschaft von Taizé ist ein internationaler ökumenischer Männerorden, zu dem jährlich tausende Jugendliche verschiedener Nationalitäten und Konfessionen hin pilgern, auch junge Menschen, die sich ihrer Religion nicht so sehr verbunden fühlen.

Täglich klingelte der Wecker um 7:30 Uhr und mit ein bisschen Überwindung  gelang es uns aus unseren warmen Schlafsäcken hinaus in die kühle Morgenluft zum Gottesdienst zu gehen.

Das Frühstück schloss sich nach dem Empfang der Kommunion an, welches aus zwei Riegeln Schokolade, einem Stückchen Butter, einem Baguette und einer Schale Tee bestand.  Auf Grund des kühlen Herbstwetters fanden wir keine streichzarte Butter vor, sondern mussten diese nach anfänglicher Skepsis zunächst "warmbrüten" (d.h sich auf sie drauf setzen).

Nach einem sehr einfachen, gewöhnungsbedürftigen aber doch sehr leckerem Frühstück fing um 10 Uhr unsere Bibelstunde an. Etwa 100 Jugendliche lauschten gespannt einem ausgewählten Bibeltext. Frère Simon schilderte seine Eindrücke zu den vorgetragenen Evangeliumsversen und gab uns Denkanstöße für unsere darauffolgenden Gruppengespräche.

 "God created us with one mouth and two ears. And do you know why? To talk once and to listen twice!"

                                                                 Frère Simon

                                                                

 

Zusammen mit sieben Gleichaltrigen tauschten wir unsere Ansichten aus und redeten über "Gott und die Welt".

Das Mittagsgebet um 12:20 Uhr führte alle aus ihren Kleingruppen zusammen in die Kirche. Anschließend ging es zur Essensausgabe, wo Geduld von uns gefordert wurde, weil hunderte von Jugendlichen auf ihr Essen warteten. Begleitet wurde die Wartezeit von Gitarrenmusik, Gesängen und interessanten Begegnungen. Gegessen wurde mit dem Tablett auf dem Schoß im Zelt oder an der frischen Luft auf Holzbänken.

 Nach dem Mittagessen führte unser Weg zu Thomas Laufmöller und Maria Terhorst-Schweifel, vorbei an der Krankenstation El Abiodh und den Baracken. Bei Kaffee und Kuchen traf sich unsere gesamte Gruppe und redete über Eindrücke und Erlebnisse.

Im Anschluss daran gingen wir unserer Arbeit an der Quelle nach, einem Ort der Stille. Die Quelle liegt an einem naturumgebenen See, an dem Jugendliche und Erwachsene meditierten, lasen, malten und die Stille genossen. Wir waren dafür zuständig, dass die Ruhe eingehalten wurde.

Nachdem wir unsere Arbeit beendet hatten, gingen wir um 19 Uhr zum Abendessen. Kurz darauf nahmen wir am Abendgebet teil, welches ein offenes Ende hatte. Manche Jugendliche blieben in der Kirche und lauschten den Gesängen, andere gingen zum einzigen ?Supermarkt? in ganz Taizé um sich zu treffen, zur Gitarre zu singen oder Spiele zu spielen.

Trotz gleicher Tagesabläufe wurde jeder Tag durch vielfältige Erlebnisse einzigartig. Auch im kommenden Jahr wird sich Thomas Laufmöller wieder in der ersten Woche der Herbstferien mit einigen Schülerinnen und Schülern auf den Weg nach Taizé machen.

Ein Bericht von Larissa und Jana

Zitate

"Man lebt für eine Woche in einer behüteten und abgeschotteten Welt."

"We are here because we love each other and that?s why we share everything"

Frère  Simon

 

 

Was macht Taizé aus?

Gemeinschaftsgefühl, Stille, Gebete, Frieden, christliches Verhalten, bezaubernde Gesänge, einfaches Leben.

 

 

Schulseelsorge an der FSM

An der Friedensschule sind wir z. Z. mit drei Schulseelsorgern (zwei katholisch, einer evangelisch) tätig.
Das wichtigste Prinzip unserer Arbeit ist, im Alltag unserer Schule die Sensibilität für Gott, der unser Leben trägt und hält, immer wieder neu zu wecken und wach zu halten. Dafür ist es entscheidend, mit möglichst vielen Menschen, die an der Friedensschule leben und arbeiten, in Kontakt zu kommen und miteinander im Austausch zu sein.
Wir wollen Begegnungsfelder schaffen, Sensibilität für die Anliegen der Menschen zeigen, Menschen da abholen, wo sie stehen.
 

OASE und ARCHE


Für die Seelsorge steht an der FSM ein besonderes Gebäude - die OASE - zur Verfügung. Die OASE ist zum einen ein Haus der Stille und des Gebetes und des Gottesdienstes, zum anderen ein Haus des schöpferischen Tuns und des zwanglosen Gesprächs, der Begegnung, der Feier und des Spiels. In der Mittagsfreizeit steht die OASE allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.
Neben der OASE steht im Schulgebäude noch die ARCHE zur Verfügung. Hier haben die evangelischen Schüler/-innen ihren Religions- und Konfirmandenunterricht, und es besteht die Möglichkeit, Gottesdienste, Gesprächsrunden  und besondere Projekte  durchzuführen.
Beispielsweise ist die gesamte Schulgemeinde an den einmal im Jahr stattfindenden Aktionen ?Friedensgebet? und ?Adventswanderung? beteiligt.
Neben der Feier von Gottesdiensten, nimmt das Feld der Beratung einen wesentlichen Platz in der seelsorglichen Arbeit ein. Ferner werden Kurse angeboten, die zur Konfirmation bzw. Firmung führen.


Projekte der Schulseelsorge


Während ihrer Schullaufbahn nehmen alle Schülerinnen und Schüler an folgenden größeren Aktionen teil:

 

Oasentag im 6. Jahrgang:
Das Seelsorgeteam lädt jede 6. Klasse für einen Tag in die OASE (katholische Kinder) oder ins Landjugendheim am Longinusturm in Nottuln (evangelische Kinder) ein, um gemeinsam über die Tischgemeinschaft nachzudenken, zu der Jesus alle Menschen immer wieder einlädt (Eucharistie/Abendmahl). Dabei wird unter anderem Brot gebacken, gebastelt und gemalt, gespielt und Gottesdienst gefeiert.

 

Erfahrenstag im 8. Jahrgang:
Das Seelsorgeteam lädt jede Klasse des 8. Jahrgangs dazu ein, an einem Tag mit Fahrrädern unterwegs zu sein, eine ?Erfahrung? mitzumachen, bei der es darum geht, durch einen Besuch in den Alexianerwerkstätten in Haus Kannen oder im Stift Tilbeck zu erfahren, wie unterschiedlich menschliche Lebenswelten sind.

 

Tage religiöser Orientierung im 10. Jahrgang:
Die 10. Klassen fahren zu Beginn des 2. Schulhalbjahres, die Klasse 9.v am Ende des 2. Schulhalbjahres, für je vier Tage mit einem Team von drei  Referenten (Mitglieder des Kollegiums) in ein Haus in der Nähe von Münster, um dort den Schulalltag in kreativer Weise zu unterbrechen. Mit den unterschiedlichsten Methoden (Meditation in diversen Formen, Gottesdienst, Rollenspiele, Basteln, Diskussionen, ...) geht es darum, sich selbst, die anderen Mitglieder der Klassengemeinschaft und die vielfältigen Beziehungen, in denen diese zueinander stehen, besser kennen zu lernen, und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wir unsere Welt und ihre unterschiedlichen Dimensionen z. B. durch religiöse Sinnangebote deuten können.

 

Religiöse Schulwoche im 11./12. Jahrgang:
In Zusammenarbeit mit einem Team des Bischöflichen Generalvikariates und des Dienstes an Schulen der Evangelischen Kirche von Westfalen lädt das Seelsorgeteam alle zwei Jahre Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs ein, sich mit persönlichen Lebens- und Glaubensperspektiven zu beschäftigen.

 

 

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