Der 6. Jahrgang hatte seinen Oasentag

Liebe Schulgemeinde,

Christsein sein heißt: sich an Jesus Christus binden, um seinen Geist der Liebe immer wieder bitten und aus diesem leben.

Der Christ weiss: Ich binde mich an Jesus Christus, weil das meinem Leben Freude, Kraft, Zuversicht und Hoffnung gibt.

Im Sakrament der Taufe und der Eucharistie dürfen wir in besonderer Weise Jesu Liebe, seinen Geist, der nichts als Liebe ist, empfangen.

„Eine Hand voll Erde, schau sie dir an“

Sähe unsere Welt nicht anders aus, wenn wir Menschen aus der Liebe Jesus Christi leben und handeln würden?

In der Friedensschule habe ich gerade die Möglichkeit - in den sogenannten Oasentagen - den Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen das Sakrament der Taufe und der Eucharistie näher zu bringen. Einen ganzen Tag - von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr - sind wir zusammen und vertiefen unseren christlichen Glauben.

150 Schülerinnen und Schüler nehmen verteilt auf 5 Tagen daran teil. Das ist eine Riesenchance, in der Schulpastoral den Kindern Christus näher zu bringen.

Wir sitzen um die Wasserquelle im Gottesdienstraum unserer Oase. Jesus wird von Johannes getauft, umspült mit der Liebe Gottes, die in ihm ist und war vor aller Zeit. Aus dieser Liebe des Vaters lebt Jesus von Anfang bis Ende seines irdischen Lebens. Das zeichnet ihn aus, das macht ihn zu einem absolut Liebenden. Kann ich mein

Getauft-sein nicht auch so verstehen, dass ich eingetaucht bin in Gottes einmaliger Liebe? Kann mir das nicht Kraft und Ermutigung geben alle Tage meines Lebens?

 

Die Taufe ist einmalig, aber in der Heiligen Eucharistie kann ich mich immer wieder neu von Gott stärken lassen. Mit den Schülerinnen und Schülern stellen wir das Brot selbst her. Wir haben dafür eigene Handmühlen und einen Herd zum Backen. Durch diese Aktion haben wir eine gute Vorbereitung geschaffen, um anschließend das christliche Symbol, den Leib unseres Herrn, das Brot des Lebens, den Kindern näher zu bringen.

Mit welch einer inneren Haltung empfange ich das Heilige Brot, den Leib des Herrn, das Brot des Lebens? Ist es für mich Kraft- und Liebesquelle meines Lebens?

 

„Eine Hand voll Erde, schau sie dir an.“

Sähe unsere Welt nicht besser aus, wenn Gottes Geist mehr wirken könnte – auch durch uns? Frage dich in all deinen Handlungen:

Redest und handelst du unter Gottes Weisung der Gottes- und Nächstenliebe?

Schau hin, kehre um und lass dich gerade im Sakrament des Brotbrechens neu von der Liebe Jesu Christi berühren.

 

Dazu lade ich ein.

Ihr

Pastor Thomas Laufmöller