Vierter Smart-City-Projekttag der EF
Im Rahmen des vierten Geoinformatik-Projekttages erhielten auch in diesem Schuljahr die Schüler*innen der Geographiekurse sowie des Informatikkurses der Einführungsphase unserer Oberstufe die Möglichkeit, anwendungsorientierte Einblicke in geografische, informatische und stadtplanerische Berufsfelder zu gewinnen.
Dies erfolgte im Rahmen eines mehrjährigen Kooperationsprojektes der Fachschaft Erdkunde der Friedensschule mit dem Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dem Unternehmen Reduu sowie der Stabsstelle Smart City der Stadt Münster. Ziel der Kooperation ist es, schulisches Lernen mit aktuellen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kommunalen Fragestellungen der digitalen und nachhaltigen Stadtentwicklung zu verknüpfen.
Im Zentrum der Projektarbeit standen sogenannte SenseBoxen – modulare, programmierbare Messstationen, die mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet werden können. Diese ermöglichen die Erhebung und Auswertung umweltrelevanter Daten wie Luftdruck, Feinstaub, Temperatur, UV-Strahlung, CO₂-Konzentration oder Luftfeuchtigkeit. Unter fachlicher Begleitung entwickelten die Schüler*innen eigene Projekte, die konkrete Anwendungsbezüge zur Stadt Münster und zu ihrem eigenen Umfeld herstellen.
In verschiedenen projektorientierten Workshops entstanden unter anderem digitale und sensorbasierte Konzepte für die langfristige Versorgung der Stadtbäume mit Wasser, Ansätze zur Optimierung der Luftqualität in Klassenräumen sowie technische Lösungen zur Organisation öffentlichen Parkraums. Dabei arbeiteten die Schüler*innen problemorientiert und kombinierten geographische Analyse, informatische Modellierung und praxisnahe Stadtplanung.
Das Unternehmen Reduu unterstützte das Projekt insbesondere im Bereich der technischen Umsetzung sowie der anwendungsbezogenen Programmierung mit SenseBoxen. Die Stabsstelle Smart City der Stadt Münster brachte kommunale Perspektiven zur digitalen Transformation und nachhaltigen Stadtentwicklung ein und stellte den Bezug zu aktuellen Strategien und Projekten der Stadt Münster her. Auf diese Weise konnten reale Herausforderungen aus den Bereichen Leben, Wohnen und Arbeiten in der Stadt in den Unterricht integriert werden.
Ein zentraler inhaltlicher Schwerpunkt des Projektes liegt auf den Auswirkungen des Klimawandels sowie sich verändernden Wetter- und Umweltphänomenen im urbanen Raum. Durch die eigenständige Datenerhebung und -auswertung mit SenseBoxen werden komplexe klimageographische Prozesse für die Schüler*innen anschaulich, nachvollziehbar und wissenschaftsnah erfahrbar gemacht.
Besonders bedeutsam ist den betreuenden Lehrkräften hierbei die intensive fachliche Kooperation sowie die fächerübergreifende Zusammenarbeit, um langfristig im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine wissenschafts-, projekt- und problemorientierte Arbeitsweise in der gymnasialen Oberstufe zu etablieren.
Wir freuen uns hierbei über weitere Projekte und gemeinsame Planungen.
Dirk Trompeter



