Junge Stimmen, große Bühne: OB-Kandidaten an der Friedensschule

Am Mittwochvormittag verwandelte sich die Aula der Friedensschule in ein lebendiges Forum der Kommunalpolitik. Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und des zehnten Jahrgangs füllten den Saal – gespannt darauf, die drei Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters für Münster hautnah zu erleben.
Tilman Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Georg Lunemann (CDU) und Stephan Brinktrine (SPD) stellten sich den Fragen der Jugendlichen. Von Schulpolitik und Angeboten für Jugendliche über Verkehrspolitik bis hin zu Wohnraum, Integration und Inklusion: Die Fragen waren vielfältig, kritisch und geprägt von einer spürbaren Ernsthaftigkeit.
 

Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von sechs Schülerinnen und Schülern der Q1: Lea Brettschneider, Yannik Andor, Valentin Heider, Antonia Dirks, Pina Fehmer und Jasper Gerhard. Unter der Leitung ihres Sozialwissenschaftslehrers Dr. Stephan Nonhoff entwickelten sie Fragen, moderierten die Debatte und hielten den roten Faden in der Hand. „Es ist etwas ganz anderes, die Politiker nicht nur aus der Zeitung zu kennen, sondern ihnen direkt gegenüberzusitzen“, sagte eine Schülerin nach der Veranstaltung.
Die Kandidaten zeigten sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen und der Schule. „Das war ein anspruchsvolles, kritisches Publikum – genau das, was eine Demokratie braucht“, meinte einer der Bewerber im Anschluss.
Auch Schulleiter Christoph Müller würdigte den Auftritt der Q1-Schülerinnen und -Schüler: „Diese Veranstaltung macht deutlich, wie wichtig es ist, Jugendliche frühzeitig in politische Prozesse einzubeziehen.“
Mit der Podiumsdiskussion setzte die Friedensschule Münster ein starkes Zeichen für politische Bildung und demokratisches Engagement. Viele der anwesenden Schülerinnen und Schüler werden bei der kommenden Kommunalwahl erstmals ihre Stimme abgeben.
Mit anhaltendem Applaus endete die Veranstaltung, doch die Gespräche setzten sich in den Pausen auf den Fluren fort. Für die Friedensschule Münster war dies weit mehr als ein Vormittag im Wahlkampf: Es war ein lebendiges Beispiel dafür, wie politische Bildung jungen Menschen Türen öffnet und Demokratie erfahrbar macht.