Schulseelsorge

Das wichtigste Prinzip unserer Arbeit ist, im Alltag unserer Schule die Sensibilität für Gott, der unser Leben trägt und hält, immer wieder neu zu wecken und wach zu halten. Dafür ist es entscheidend, mit möglichst vielen Menschen, die an der Friedensschule leben und arbeiten, in Kontakt zu kommen und miteinander im Austausch zu sein.

Das Seelsorgeteam

Das Prinzip unserer Arbeit

Wir wollen das Unsere dazu beitragen, dass sich an der Friedensschule für jede und jeden Leben in seinen unterschiedlichen Dimensionen entfalten kann - so, wie es unserem biblisch begründeten Glauben entspricht. Wir wollen Begegnungsfelder schaffen, Sensibilität für die Anliegen der Menschen zeigen, Menschen da abholen, wo sie stehen, und ganz einfach da sein für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer.

 

Während ihrer Schullaufbahn an der FSM kommen die Schülerinnen und Schüler nicht nur durch die regelmäßigen Gottesdienste bzw. Kontaktstunden mit der Seelsorge in Berührung, sondern auch durch größere Aktionen: den Oasentag im 6., den Erfahrenstag im 8., Tage religiöser Orientierung im 10. Jahrgang, die Religiöse Schulwoche im 11. und 12. Jahrgang und Angebote für die Oberstufe in der Projektwoche. Durch diese "Wegmarken" soll ein Gerüst entstehen, das den Schülerinnen und Schüler eine Hilfe bieten soll, sich mit ihrer Religiosität (ihrer Beziehung zu Gott, zu sich selbst und zu ihrer Welt) auseinanderzusetzen.

Spirituelle Monatsimpulse

März 2019

Liebe Schulgemeinde,
in der nächsten Woche, am Aschermittwoch, beginnt wieder eine "geprägte Zeit" im kirchlichen Kalender. Diese Zeit lädt uns ein, dass wir uns in besonderer Weise von den Geheimnissen des christlichen Glaubens berühren und prägen lassen. Dazu ist es erforderlich, sich für diese zu öffnen sowie wachsam, vertrauensvoll und glaubend die Spuren Jesu im eigenen Leben zu suchen und darin zu gehen.
Auf diesem Weg möchte ich sie begleiten und Ihnen Impulse geben.
Einige von Ihnen haben in der letzten Zeit den Film mit Papst Franziskus und der Überschrift "EIN MANN SEINES WORTES" gesehen. Sie erzählten mir nachher, dass viele bewegende und nachdenkenswerte Worte darin zu finden sind. Sie sind so reichhaltig und zahlreich, dass man sie gar nicht alle aufnehmen kann.
Aus all diesen Begegnungen und Gesprächen kam mir dann in den Sinn, aus dem "Papstfilm" eine Predigtreihe in der Fasten- und Osterzeit zu gestalten.
Die Worte des Papstes sind Lebensbotschaften. Sie sind sehr persönlich, richten sich an den Einzelnen und dienen unserem Leben in Gemeinschaft. Schau auf dein Leben, aber bleibe nicht dabei, weite deinen Blick auf deine Mitmenschen und auf die ganze Schöpfung, die Gott dir anvertraut hat, auf dass du sie behütest und bewahrst. So habe ich die Worte des Papstes verstanden und möchte sie Ihnen näher bringen und ans Herz legen. In unserer Fastenkrippe in der Aula werden Sie kurze Worte finden, die Sie mitnehmen und zuhause meditieren können.
Ich wünsche uns allen tiefe, geistliche Erfahrungen auf dem Weg zum Osterfest.
Seien Sie gesegnet.
Ihr
Pastor Thomas Laufmöller

Beratung

  • Gesprächsangebote für Schüler, Eltern, Lehrer/-innen und Angestellte
  • Trauerbegleitung bei Todesfällen
  • Beratung bei freiwilligem sozialem Jahr (auch im Ausland)
  • Regelmäßige Koordinationsgespräche mit Sozialpädagogin/Sozialarbeiter
  • Mitarbeit im Beratungsteam der FSM
  • Mitarbeit im Notfallteam der FSM

Gottesdienste und liturgische Angebote

  • Regelmäßige altersgerechte Wortgottesdienste undEucharistiefeiern oder Kontaktstunden in Kerngruppen oder Lerngruppen Religion
  • Jahrgangsgottesdienste zu bestimmten Anlässen (z. B. Weihnachtsgottesdienst der Klassen 5/6, Aschermittwochsgottesdienst)
  • Gottesdienste zum Schuljahresbeginn/zur Einschulung des 5. Jahrgangs
  • Gottesdienste zum Abitur und Abschluss des 10. Jahrgangs
  • Eucharistiefeiern vor dem Unterricht (07:45 Uhr)
  • Angebote von Zeiten kreativer Unterbrechung (besonders in Advent- und Fastenzeit und vor Abiturprüfungen)
  • Gottesdienste zu besonderen Anlässen (z. B. Schuljubiläen, Tag der Ehemaligen, pädagogischer Tag des Kollegiums, ...)
  • Ein jährlicher Gedenkgottesdienst (im November) für die Verstorbenen der FSM, mit der gesamten Schulgemeinde

 

Angebote in der Projektwoche

In der jährlichen Projektwoche werden dem  11. und 12. Jahrgang Vorhaben angeboten, in denen Schülern/innen eingeladen sind, sich in besonderer Weise mit religiösen und ethischen Fragestellungen auseinander zu setzen (z. B  Projekt "Bibel-Rucksack-Tour"; Fragen der Gentechnik, Fragen des Umgangs mit kranken, behinderten, hilfsbedürftigen  Menschen, Leben im Kloster, Kirchengeschichte in Münster, TrO II, etc.). Diese Projekte werden von Seelsorgern wie Fachlehrern/innen geleitet.

 

Vorbereitung auf die Konfirmation und Firmung

Alle zwei Jahre bietet der evangelische Schulseelsorger im 6. bis 8. Jahrgang einen Kurs an, der auf die Konfirmation vorbereitet, und mit der feierlichen Konfirmation in der Martin-Luther-Kirche Münster/Mecklenbeck abschließt.

Jedes Jahr gibt es für Schüler/innen des 11. Jahrgangs ein Angebot der katholischen Schulseelsorge zur Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung. Die Firmung findet dann in der Stephanus-Kirche statt.

 

Freizeitbereich

  • Mittagsfreizeit in der OASE: Spieleangebot/Teedienst "Schüler für Schüler"
  • diverse Angebote wie Sing- und Tanzgruppen, Gesprächsrunden, Meditationsübungen zur Körperwahrnehmung wie Traumreisen, individuelle Kleingruppen (Organisation und Begleitung).

Wegmarken

Oasentag

Das Seelsorgeteam gestaltet für jede 6. Klasse einen Tag (meistens im März) in der OASE, um zusammen mit ihrem/ihrer Tutor/Tutorin und ihrem/ihrer Religionslehrer/-in über die Tischgemeinschaft nachzudenken, zu der Jesus alle Menschen immer wieder einlädt (Eucharistie/Abendmahl). Dabei wird unter anderem Brot gebacken, gebastelt und gemalt, gespielt und Gottesdienst gefeiert (zu den Gottesdiensten sind immer auch die Eltern eingeladen).

 

Erfahrenstag

Das Seelsorgeteam gestaltet für jede Klasse des 8. Jahrgangs einen Tag, um gemeinsam mit Fahrrädern unterwegs zu sein und "Erfahrungen"  mitzumachen, bei denen es darum geht, zu sehen wie unterschiedlich sich menschliche Lebenswege gestalten und wie Menschen in ihrem Leben an Grenzen geraten. Bei einem Friedhofsbesuch wird der Umgang mit Trauer und Tod thematisiert. Bei einen Besuch im Stift Tilbeck, einer Einrichtung für psychisch erkrankte Menschen und Menschen mit geistigen Behinderungen, gilt es zu erfahren, wie unterschiedlich menschliche Lebenswelten sind.

 

Tage religiöser Orientierung

Die 10. Klassen fahren zu Beginn des 2. Schulhalbjahres, die Klasse 9.v am Ende des 2. Schulhalbjahres, für je vier Tage mit einem Team von drei  Referenten (Mitglieder des Kollegiums) in ein Haus in der Nähe von Münster, um dort den Schulalltag in kreativer Weise zu unterbrechen. Mit den unterschiedlichsten Methoden (Meditation in diversen Formen, Gottesdienst, Rollenspiele, Basteln, Diskussionen, ...) geht es darum, sich selbst, die anderen Mitglieder der Klassengemeinschaft und die vielfältigen Beziehungen, in denen diese zueinander stehen, besser kennen zu lernen, und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wir unsere Welt und ihre unterschiedlichen Dimensionen z. B. durch religiöse Sinnangebote deuten können.

 

Religiöse Schulwoche

In Zusammenarbeit mit einem Team des Bischöflichen Generalvikariates und des Dienstes an Schulen der Evangelischen Kirche von Westfalen lädt das Seelsorgeteam alle zwei Jahre Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs ein, sich mit persönlichen Lebens- und Glaubensperspektiven und entsprechenden Wertvorstellungen zu beschäftigen. Dafür steht an vier Tagen einer Woche je eine Doppelstunde zu Verfügung. Abende für Schüler, Eltern und Kolleginnen und Kollegen kommen hinzu. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Gottesdienst.

 

Tage religiöser Orientierung

Der 10. Jahrgang ist unterwegs - Die Tage religiöser Orientierung geben das Startsignal


"Die Tage religiöser Orientierung müssen wir ja auch noch machen, oder?", ruft ein Schüler ziemlich laut in die Klasse, noch bevor der Schulseelsorger Tobias Deusch den Raum überhaupt betreten hat. In der Sache hat der Schüler Recht, an der FSM werden die Tage religiöser Orientierung üblicherweise nach dem 1. Halbjahr der 10. Klasse durchgeführt. Schüler und Lehrer oder Betreuer brechen für vier Tage auf nach Saerbeck, Dülmen oder Gemen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und der Gruppe ist in dieser Zeit sicherlich ein zentraler Gegenstand. Daraus ergeben sich je nach Gruppenbefindlichkeit auch lebensnahe Themen wie Werte- oder Glaubensfragen. Die Chance von TRO liegt darin, den vorhandenen Raum für Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abseits von Schule zu nutzen. So führt die einfache Methode, miteinander spazieren zu gehen und für eine kurze Zeit einen Gesprächspartner und eine Frage wie "Was war dein schönster Urlaub?" vorzugeben dazu, dass die Teilnehmer auch mit Menschen in Kontakt kommen, die sie im Alltag kaum wahrnehmen. Meistens wird dann der Wunsch geäußert, mit jedem Mitschüler zu sprechen. Und wir haben viel Raum für Gespräche, die Schüler immer auch selbst initiieren können. Aber auch in der Schule gibt es lange Pausen, die Raum für Austausch bieten. So lässt sich ein "Stückchen" TRO in den Schulalltag retten! [DET]

Aktionen und Vernetzung

Aktionen

  • Adventswanderung, Adventskranzbinden
  • Friedensgebet (einmal pro Schuljahr, meistens  vor den Osterferien): Die ganze Schulgemeinde betet in der Aula für den Frieden in der Welt. Das jährlich wechselnde Schwerpunktthema wird zuvor mit Hilfe von Materialien, die die Schulseelsorge vorbereitet, in den Lerngruppen mit unterschiedlichen Methoden bearbeitet.
  • Eine-Welt-Kontakte (Unterstützung bestehender Initiativen, z.B. Kontakte nach Brasilien, Tansania, Sri Lanka, ...)
  • Angebote in der Projektwoche für die Oberstufe
  • Das Kirchenjahr/Ereignisse in den Kirchen wahrnehmbar machen durch Gottesdienste, Ausstellungen, Aushänge, ...
  • Angebote zu besonderen Fahrten (z. B. zu überregionalen Veranstaltungen wie Katholikentagen  und Kirchentagen, Taizéfahrt ...)
  • Liturgische Angebote für Jugendliche in der Karwoche

 

Vernetzung

Mitarbeit in den Fachkonferenzen Evangelische Religion und Katholische Religion. Mitarbeit in der Schülervertretung (SV). Regelmäßige Koordinationsgespräche mit der Schulleitung und den Stufenleitungen.

Mitarbeit in diversen regionalen und überregionalen Gremien beider Kirchen, die mit Schulseelsorge befasst sind (Schulabteilung und Generalvikariat des Bistums Münster, evangelischer Konvent der Schulseelsorger der EKvW);

Austausch mit den Seelsorgeteams anderer Schulen; Zusammenarbeit mit dem Jugendbüro des Stadtdekanates Münster; Kooperation mit der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ); Kooperation mit dem Domchor des Bistums Münster (im Entstehen).